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Aus der Geschichte

Am Aabach, zwischen dem Pfäffiker- und dem Greifensee, ist die Dichte von Zeugen der Industrialisierung gesamtschweizerisch einmalig. Die Kraft des Aabachs wurde ursprünglich von 30 Fabriken genutzt, heute nur noch vereinzelt. Die grösste Wasserkraftanlage am Aabach erstreckt sich im engen Talabschnitt zwischen Unteraathal und dessen Ausgang in Oberuster, sie stammt aus den Jahren 1857 - 1860. Offene Kanaleinschnitte und zwei Stollen führen das Wasser der Hanglehne entlang zum Filterhaus oberhalb des Fabrikareals der ehemaligen Spinnerei Trümpler. Von dort führt eine Druckleitung mit einem Gefälle von rund 20 Metern unter der Bahnlinie hindurch zum Turbinenhaus im Fabrikareal. Bis Mitte der 90-er Jahre half eine 1939 gebaute Kaplanturbine die Spinnerei und Weberei mit Strom zu versorgen. Im Jahre 2000 wurde diese leistungsstärkste Maschine am Aabach mit den am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangten Anlageteile ausser Betrieb genommen. Die Anlagen gehören heute der Energie Uster AG.

Das neue Kraftwerk im Trümplerareal

Zur Erneuerung der Anlagen waren über 3 Millionen Franken an Investitionen nötig. Das eigentliche Herzstück der Wasserkraftanlage befindet sich nach wie vor im Fabrikareal, im Turbinenhaus. Die vollautomatisierte, neuartige Diagonalturbine treibt einen Generator, der jährlich rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen vermag. Natürlich hängt die Produktion von der Wasserführung bzw. den Niederschlägen ab. Rechnet man mit einem Stromverbrauch in einem mittleren Haushalt von etwa 4'500 Kilowattstunden, könnte dieses Kraftwerk den Bedarf von rund 330 Haushalten decken.

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